Feuerwehr Hemer zieht Bilanz nach Unwettertief „Bernd“

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Zwei Tage im Dauereinsatz - Unterstützung kam daher aus dem Kreis Höxter und später auch aus dem Kreis Soest. 180 Einsatzkräfte waren bei über 220 Einsätzen gefordert.

Zwei Tage im Dauereinsatz - Unterstützung kam daher aus dem Kreis Höxter und später auch aus dem Kreis Soest. 180 Einsatzkräfte waren bei über 220 Einsätzen gefordert. |

Nachdem am Mittwochnachmittag bereits erste Einheiten der Feuerwehr Hemer nach Altena alarmiert wurden, wurde an der Feuerwache in Westig der sogenannte Meldekopf besetzt. Von dort beobachteten die Einsatzkräfte die Entwicklung der Wetterlage. Gegen 15.00 Uhr erreichte das Regengebiet auch die Stadt Hemer. Bereits nach wenigen Minuten gab es zahlreiche Einsätze, woraufhin Stadtalarm ausgelöst wurde und sich alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr auf den Weg machten, um der Bevölkerung zu helfen. Einsatzschwerpunkte waren Frönsberg, Ihmert, die Innenstadt und die Becke. In der Feuerwache wurden Einsätze, die von der Kreisleitstelle übermittelt wurden, priorisiert und Anrufe auf der Festnetznummer der Wache entgegengenommen.

Neben den unzähligen überfluteten Kellern und Straßen, kamen noch mehrere gemeldete Gebäudebrände hinzu, bei denen es sich aber meist um dampfende Stromverteilungen handelte. Mehrere Firmen meldeten überflutete Keller, in denen teilweise Chemikalien gelagert wurden. Der Feuerwehr gelang es einen Austritt und eine Umweltverschmutzung zu verhindern. Bei einem Industriebetrieb in Sundwig reichten die Pumpen der Feuerwehr nicht mehr aus. Hilfe kam vom THW, welches die komplette Einsatzstelle mit ihren Großpumpen übernahm.

Nach 13 Stunden im Dauereinsatz mussten die Hemeraner Einheiten für eine Pause aus dem Einsatz genommen werden. Unterstützung kam daher aus Höxter und später auch aus dem Kreis Soest. Nach einer kurzen Pause kamen dann auch die eigenen Kräfte wieder zum Einsatz und waren auch den gesamten Donnerstag damit beschäftigt Keller leer zu pumpen oder Überflutungen zu verhindern.

Mit Stand 15. Juli, 21 Uhr, waren 180 Feuerwehrfrauen und –männer, davon 60 aus anderen Kreisen, bei 226 Einsätzen im Einsatz. In der Nacht und am Freitag gab es noch vergleichsweise kleine Einsätze (Stand 16. Juli 12 Uhr)

Bedanken möchte sich die Feuerwehr Hemer ausdrücklich bei den Kollegen der anderen Kreise die zur Unterstützung nach Hemer kamen dem THW. Und beim DRK Hemer, das sich um die Verpflegung kümmerte und bei der Einsatzkoordination unterstützte. Dank gilt ebenso dem SIH und den Stadtwerken Hemer für die gute Zusammenarbeit. Und auch die Hemeraner Unternehmen bewiesen Krisenstärke. Sie stellten Lkw und Sandsäcke zur Verfügung. Ein ganz großes Lob und ein besonderes Dankeschön gilt den Hemeranerinnen und Hemeranern, die sich vorbildlich und insbesondere äußerst solidarisch zeigten, nicht nur sich gegenseitig unvermittelt helfen, sondern auch die Feuerwehr-Einheiten nach besten Kräften stellten und bei allen Bürgern, die Hilfe anboten oder vor Ort direkt halfen und  vor Ort unterstützt haben.

An vielen Orten in der Stadt waren Straßen Überflutet
Mit den großen Feuerwehrautos bahnen sich die Einsatzkräfte Ihren Weg
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